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Förderungen für Automatisierung in Südtirol sichern: Bis zu 60 % Zuschuss – aber die Uhr tickt

Was wäre, wenn der Staat einen erheblichen Teil Ihrer Automatisierungskosten übernimmt? Genau das ist in Südtirol möglich – doch viele Betriebe verschenken dieses Geld, weil sie die Programme nicht kennen oder die Frist verpassen.

Während der eine Unternehmer seine Investition komplett selbst stemmt, lässt der andere sich bis zu 60 Prozent der Kosten fördern. Der Unterschied? Wissen und rechtzeitiges Handeln.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen praxisnah, wie Sie Förderungen für Automatisierung in Südtirol sichern. Sie erfahren, welche Landes- und nationalen Programme es gibt, wer antragsberechtigt ist und – besonders wichtig – bis wann Sie handeln müssen.

Warum sich der Förderantrag jetzt besonders lohnt

Automatisierung ist längst keine Kür mehr, sondern eine Notwendigkeit – gerade angesichts von Fachkräftemangel und steigenden Kosten. Das Land Südtirol hat dies erkannt und seine Digitalisierungsförderung deutlich ausgebaut. Die Verbände lvh, hds und HGV rufen ihre Mitglieder ausdrücklich dazu auf, die Chance rasch zu nutzen.

Der entscheidende Vorteil: Förderungen senken Ihr Investitionsrisiko erheblich und verkürzen die Amortisationszeit drastisch. Wer einen Teil der Kosten erstattet bekommt, erreicht den Break-even deutlich schneller – und gewinnt einen klaren Wettbewerbsvorsprung.

Die wichtigsten Landesförderungen in Südtirol

Digitalisierungsförderung für Kleinstunternehmen 2025–2028

Das Herzstück bildet die Initiative zur Unterstützung der Digitalisierung von Kleinstunternehmen, die das Land für den Zeitraum 2025 bis 2028 beschlossen hat. Gefördert werden bis zu 60 Prozent der anerkannten Kosten als De-minimis-Beihilfe.

Antragsberechtigt: Betriebe mit höchstens zehn Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von maximal zwei Millionen Euro, eingetragen im Handelsregister der Handelskammer Bozen oder der zuständigen Berufskammer.

Gefördert werden:

Wirtschaftsförderung über das Landesgesetz Nr. 4/97

Darüber hinaus unterstützt die Autonome Provinz Bozen Betriebe aus Handwerk, Industrie, Handel und Dienstleistung sowie Freiberufler über das Landesgesetz Nr. 4/97. Gefördert werden unter anderem strategische Unternehmensberatungen, Weiterbildung und betriebliche Investitionen in Maschinen, Anlagen, Geräte und Software. Kleinunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten profitieren besonders.

Nationale Förderungen, die auch in Südtirol gelten

Zusätzlich zu den Landesprogrammen stehen Ihnen staatliche italienische Instrumente offen. Diese lassen sich unter Beachtung der EU-Beihilfegrenzen häufig kombinieren – ein enormer Hebel.

Nuova Sabatini

Die Nuova Sabatini erleichtert den Zugang zu Krediten für den Kauf von Maschinen, Anlagen, Hardware sowie Software und digitalen Technologien. Sie wurde im Haushaltsgesetz 2026 erneut finanziell aufgestockt und bleibt damit ein verlässlicher Baustein.

Credito d'imposta beni strumentali 4.0 & Piano Transizione 5.0

Diese Programme bieten Steuergutschriften für Investitionen in vernetzte 4.0-Anlagen, teils gekoppelt an nachweisbare Energieeinsparungen. Wichtig: Die Konditionen werden mit jedem Haushaltsgesetz angepasst und befinden sich aktuell im Wandel. Prüfen Sie daher vor jeder Investition den aktuellen Stand.

Häufig gestellte Fragen zu Automatisierungsförderungen in Südtirol

Bis wann muss ich den Antrag stellen?

Achtung, hier hat sich etwas geändert: Ab 2026 müssen die Anträge für die Landes-Digitalisierungsförderung bereits bis Ende September eingereicht werden. Wer zu spät kommt, wartet ein ganzes Jahr. Planen Sie also frühzeitig.

Wie hoch ist die Förderung konkret?

Bei der Digitalisierungsförderung für Kleinstunternehmen sind bis zu 60 Prozent der anerkannten Kosten möglich. Die genaue Höhe hängt vom Programm, vom Projekt und von den De-minimis-Grenzen ab.

Werden auch Beratung und Software gefördert – nicht nur Maschinen?

Ja. Gerade die Landesförderung deckt ausdrücklich Software, Lizenzen, Digitalisierung von Prozessen sowie Beratung und Schulung ab. Das macht sie für klassische Automatisierungsprojekte besonders attraktiv.

Kann ich mehrere Förderungen kombinieren?

Häufig ja. Nationale Instrumente wie die Nuova Sabatini lassen sich oft mit weiteren Maßnahmen kumulieren, solange die EU-Beihilfegrenzen eingehalten werden. Eine fachkundige Beratung lohnt sich hier besonders.

Brauche ich einen Berater für den Antrag?

Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Eine gute Begleitung schärft das Projekt, macht den Antrag technisch belastbar und stellt sicher, dass am Ende ein funktionierender Prozess steht – nicht nur eine Bewilligung.

So sichern Sie Ihre Förderung in fünf Schritten

  1. Definieren Sie Ihr Automatisierungsprojekt und schätzen Sie die Kosten.
  2. Prüfen Sie auf den offiziellen Seiten der Autonomen Provinz Bozen und der Handelskammer, welches Programm passt.
  3. Klären Sie Ihre Antragsberechtigung und sammeln Sie die nötigen Unterlagen.
  4. Reichen Sie den Antrag rechtzeitig vor der Frist ein – ab 2026 vor Ende September.
  5. Setzen Sie das Projekt um und dokumentieren Sie die Kosten sauber für die Abrechnung.

Da sich Konditionen, Quoten und Fristen laufend ändern, sollten Sie die aktuellen Richtlinien stets direkt bei den zuständigen Stellen verifizieren oder eine fachkundige Beratung hinzuziehen.

Fazit

Förderungen für Automatisierung in Südtirol zu sichern, ist kein Glücksspiel, sondern eine Frage der richtigen Information und des rechtzeitigen Handelns. Zwischen der Landes-Digitalisierungsförderung mit bis zu 60 Prozent Zuschuss und nationalen Instrumenten wie der Nuova Sabatini steht Ihnen ein starkes Förderpaket offen – wenn Sie die Fristen einhalten.

Warten Sie nicht, denn jede verpasste Frist kostet Sie bares Geld und ein ganzes Jahr Zeit. Prüfen Sie heute Ihre Möglichkeiten, bereiten Sie Ihren Antrag vor – und holen Sie sich den Zuschuss, der Ihrem Betrieb zusteht.

Der richtige Schritt entscheidet.

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